Wolfgang Pohrt bestreitet “Das allerletzte Gefecht”.
Im März 2013 veröffentlicht er bei Edition Tiamat Gedanken “Über den universellen Kapitalismus, den Kommunismus als Episode und die Menschheit als Amöbe.”
"Hinter der Protestbewegung haben Atomkraft und Raketentriebwerke gesteckt, nicht die Liebe zum Sozialismus. Marx war Darwinist und das Kommunistische Manifest übler Kitsch. Der Kommunismus ist abgelaufen wie altes Badewasser, als der Stöpsel gezogen wurde. Der Mensch als Einzelner ist ein bösartigers Tier und die Menschheit als Ganzes eine wild wuchernde Amöbe. Im Kapitalismus haben die Menschen einen Doppelgänger: Er ist wie sie, sie haben ihn ja auch gemacht. Linksradikale schöpfen aus dem Kapitalismus Lebenssinn und Seelentrost. Die Geschichte ist keine Schatzkammer, sondern eine Leichenhalle, und aus der Vergangenheit kann man nur lernen, dass man sie vergessen soll. Das ist die Wahrheit, aber nicht die ganze, sondern wahr ist auch das Gegenteil. Wie er es damit hält, muss jeder selbst für sich entscheiden. Vorbeter gehören in die Kirche oder ins Politbüro."
Beim Ankündigungstext wird mir ein wenig übel und es stellt sich die Frage, ob das nach “Kapitalismus forever” wirklich noch nötig war. Zum vollkommenen Zyniker geworden, ruft Pohrt dazu auf, die Vergangenheit zu vergessen - die Geschichte, eine Leichenhalle, und das Abarbeiten an ihr vergessen? Hoffnung macht der darauffolgende dialektische Gedanke - aber wohl nur für uns Linksradikale, die wir unseren Lebenssinn aus dem Hier-und-Jetzt, der bestehenden Gesamtscheiße, schöpfen. Pohrt macht das Scheitern daran letztgültig - aber wer gescheitert ist, hatte irgendwann mal eine Hoffnung und die hieß Kritik.

Wolfgang Pohrt bestreitet “Das allerletzte Gefecht”.

Im März 2013 veröffentlicht er bei Edition Tiamat Gedanken “Über den universellen Kapitalismus, den Kommunismus als Episode und die Menschheit als Amöbe.”

"Hinter der Protestbewegung haben Atomkraft und Raketentriebwerke gesteckt, nicht die Liebe zum Sozialismus. Marx war Darwinist und das Kommunistische Manifest übler Kitsch. Der Kommunismus ist abgelaufen wie altes Badewasser, als der Stöpsel gezogen wurde. Der Mensch als Einzelner ist ein bösartigers Tier und die Menschheit als Ganzes eine wild wuchernde Amöbe. Im Kapitalismus haben die Menschen einen Doppelgänger: Er ist wie sie, sie haben ihn ja auch gemacht. Linksradikale schöpfen aus dem Kapitalismus Lebenssinn und Seelentrost. Die Geschichte ist keine Schatzkammer, sondern eine Leichenhalle, und aus der Vergangenheit kann man nur lernen, dass man sie vergessen soll. Das ist die Wahrheit, aber nicht die ganze, sondern wahr ist auch das Gegenteil. Wie er es damit hält, muss jeder selbst für sich entscheiden. Vorbeter gehören in die Kirche oder ins Politbüro."

Beim Ankündigungstext wird mir ein wenig übel und es stellt sich die Frage, ob das nach “Kapitalismus forever” wirklich noch nötig war. Zum vollkommenen Zyniker geworden, ruft Pohrt dazu auf, die Vergangenheit zu vergessen - die Geschichte, eine Leichenhalle, und das Abarbeiten an ihr vergessen? Hoffnung macht der darauffolgende dialektische Gedanke - aber wohl nur für uns Linksradikale, die wir unseren Lebenssinn aus dem Hier-und-Jetzt, der bestehenden Gesamtscheiße, schöpfen. Pohrt macht das Scheitern daran letztgültig - aber wer gescheitert ist, hatte irgendwann mal eine Hoffnung und die hieß Kritik.